Als Grenzgänger zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit plädiert der Physiker und Heisenberg-Nachfolger Hans Peter Dürr nicht nur für eine neue Ethik in den Naturwissenschaften, sondern greift auch Themen auf, die unsere Wahrnehmung in einem veränderten Licht erscheinen lassen. Unser Handeln dürfe nicht auf Ausbeutung, Überwindung und der Beherrschung der Natur ausgerichtet sein, sondern auf die volle Kooperation mit allen Bereichen dieser Welt. Die zweckbefreite Grundlagenforschung drängte er zurück zugunsten einer praktisch orientierten Erforschung der Überlebensfragen der Menschheit. Unser Umgang mit der Natur ist von krassen Widersprüchen gezeichnet: Hier wird an der Neuerfindung des Lebewesens genetisch gearbeitet, dort für den Schutz der gefährdeten Natur gekämpft. Zum einen hält sich der Mensch für Gottvater, zum anderen sieht er sich als Opfer bedrohlicher Naturveränderungen. Können wir unser Verhältnis zur Natur normalisieren?Ohne ein Wort Kommentar folgt der Film in sehr unterhaltender und spannender Erzählweise der persönlichen und wissenschaftlichen Biografie des Quantenphysikers Hans Peter Dürr. 1987 wurde Hans Peter Dürr der alternative Nobelpreis verliehen!